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Bloggen – Fluch&Segen

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Vielleicht habt ihr schon die beiden Bloggerinterviews auf dem Blog draufgeklatscht.de gesehen – nein? Na dann aber mal flinke Fingerchen ♥ Lisa hat nämlich 4 Blogger aus verschiedenen Sparten dazu befragt, welche Dinge am Bloggen ihr Leben bereichern und welche manchmal einfach nur nerven. Ich finde es sehr spannend, zu sehen, welche Antworten sich ähneln. Es zeigt mir, dass ich nicht allein so empfinde.

Segen

WEITERENTWICKLUNG
Als ich angefangen habe über Kosmetik zu bloggen, war ich zwar bereits über 25, aber ich wusste bis dato nicht, was es außer Mascara und Lippenstift noch so gibt.
Inzwischen weiß ich, wie man sein Gesicht konturiert, warum man ein Fixing Spray benötigt und kann freihändig einen sauberen Lidstrich ziehen. Meine Schminkkünste haben sich enorm verbessert durch den Austausch auf dem Blog.
Auch habe ich gelernt, wie man gute Fotos macht und sie bearbeitet.
Durch das Bloggen habe ich mir viele Fähigkeiten angeeignet, die ich auch beispielsweise in meinem Arbeitsleben anwenden kann.

FREUNDSCHAFTEN
Ich habe durch das Bloggen Freunde gefunden. Man denkt zunächst, dass das Bloggen doch recht virtuell ist und jeder nur vor seinem PC Content verfasst, aber in Wirklichkeit ist es sehr sozial. Man lernt viele Blogger auf Events kennen und man freundet sich an.
In meinem Herzen und Leben möchte ich Sarit und Stephie nicht mehr missen. Auch der Austausch mit den Lesern, die mir teilweise nun schon Jahre folgen bereichert mein Leben ungemein.

SELBSTBEWUSSTSEIN
Auch wenn es ein sehr persönliches Thema ist, so möchte ich es nicht unerwähnt lassen. Das Bloggen hat mich stärker und selbstbewusster gemacht!
Ich weiß noch, wie aufgeregt ich vor meinem ersten Event war, weil ich früher unter einer großen Redeangst litt. Auch war ich generell eher die Ruhige/Zurückhaltende. Inzwischen traue ich mich auch mal aus meinem Schneckenhäuschen heraus. Ich habe ein besseres Verhältnis zu mir und meinem Äußeren entwickelt und glaube dies auch auszustrahlen. Der Zuspruch hat mich bestärkt, meine Talente zu nutzen und sie als wertvoll zu erachten. Meine Persönlichkeit ist durch das Bloggen auf jedenfall gereift.

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Fluch

DRUCK
Als Erstes fällt mir der Druck ein, den ich mir selbst mache. Natürlich kommt er auch von außen, aber das was nervt, ist eher das Gefühl.
Am Liebsten würde ich jeden Tag oder wenigstens jeden zweiten Tag einen Post veröffentlichen – natürlich inhaltlich bereichernd und mit qualitativ hochwertigen Fotos. Leider ist das aber nicht machbar, da ich in Vollzeit arbeite. Mir fehlt einfach die Zeit! Da ich aber auch
keinen belanglosen schnell hingeworfenen Content posten möchte, bleiben die Postings schon mal aus. Das frustriert  mich. Natürlich ist man dann auch zahlenmäßig nicht so gut aufgestellt und schon denkt man, man kommt nicht gut an. Es ist ein Teufelskreis*argh.

ONLINE-DRANG
Man will natürlich täglich checken, was es Neues auf dem Blog gibt und in allen dazugehörigen sozialen Medien. Das heißt man klickt  sich durch Instagram und Co. und das mehrfach am Tag.
Ich will gar nicht wissen, wieviele Stunden ich dadurch täglich online bin. Das Ganze
ist Segen und Fluch in Einem. Ich liebe es einerseits, aber manchmal ist es mir dann doch zu viel und ich erwische mich, wie ich wieder zum Handy greife, obwohl ich gerade einen Film gucke oder so. Früher konnte ich auch mal stundenlang nix machen. Heute greife ich, wenn ich
in der Bahn sitze oder halt sonstigen Leerlauf habe, gleich zum Telefon.

BLOGGER-GEHABE
Ich möchte hier nicht über die Bloggerszene herziehen, denn ich bin ein Teil von ihr, aber es gibt Dinge, die mich manchmal echt nerven. Es ist daher auch schwachsinnig, diese abzustreiten und so zu tun, als wäre alles Friede-Freude-Eierkuchen. Ja, es gibt diese Blogger, die sich nur für
dich interessieren, wenn dein Blog ein bestimmtes Level erreicht hat und sie sich irgendeinen Vorteil erhoffen. Dieses ganze Rumgepose und Selfie mit dem hier und mit der da, weil man sich ja sooo liebt. Und im Nachhinein bekommt man mit, dass die sich gar nicht leiden können. Unehrlichkeit
finde ich schrecklich.
Genauso, wenn Blogger Kooperationen nicht kennzeichnen und man weiß genau, dass Geld geflossen ist, weil man die Anfrage auch hatte.
Oder Blogger kaufen sich Instagramfollower und streiten das aber sowas von ab, dass es schon lächerlich ist. Es ist halt ein eigener Zirkus
und manchmal nervt er mich.

Wie hat sich euer Leben durchs Bloggen verändert?

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16 Comments

  • Reply
    Stephie
    11. Januar 2017 at 23:19

    Da kann ich dir in allen Punkten zustimmen. Ich liebe den Austausch und dass man einfach so viel mehr ausprobiert und mal zu Produkten greift, die man sonst nicht auf dem Schirm hatte. Für mich war der Blog zu Beginn vor allem Abschalten nach Arbeiten und etwas Schönes für sich tun. Ich mag dabei, dass man sich austoben kann und sich mit den Dingen umgibt, die Spaß machen. Und obwohl man so viel Zeit am PC verbringt, habe ich wie du sagst, so wunderbar viele neue Menschen kennengelernt, die man ohne das Bloggen wohl nicht getroffen hätte. Und wie toll ist es denn bitte, sich mit Gleichgesinnten stundenlang über die Lieblingsthemen zu unterhalten. Mir half es auch auf den Events mit anderen in Kontakt zu kommen, sich zu zeigen, vor anderen zu sprechen. Als Fluch empfinde ich vor allem, die Zeit, die für Social Media drauf geht. Ständig online zu sein, sichtbar zu sein, nicht unterzugehen, das strengt an. Vor allem neben Fulltime-Job und wenn, wie bei mir, die Gedanken gerade auch ganz woanders sind, habe ich eher wenig Lust auf diese bunte Welt. Posten tue ich seit einiger Zeit eh nur noch einmal die Woche, damit habe ich mir etwas Druck genommen. Für einen Post brauche ich ja schon mehrere Stunden und kann nur das Wochenende für Fotos nutzen. Wenn ich an Wochenenden Termine habe, setzt mich das auch nochmal zusätzlich unter Druck, da das ja meine Bloggingzeit ist. Bisher hatte ich jedenfalls nur einmal den Gedanken aufzuhören, mir würde einfach etwas sehr Wichtiges in meinem Leben fehlen.

    Liebste Grüße und bis ganz bald :-*
    Stephie

    • Reply
      Sala
      12. Januar 2017 at 19:36

      Das finde ich gut, dass du dich für Qualität statt Quantität entschieden hast! Manchmal braucht man seine Lebenskraft für wichtigere Dinge!!!

  • Reply
    SaritLovesLife
    12. Januar 2017 at 0:19

    Awww, wie lieb! Dich möchte ich auch nicht mehr missen und Stephie natürlich auch nicht!

    Eigentlich kann ich das von dir gesagte genau so unterschreiben!

    Pro: Ich kann mehrere Leidenschaften ausleben: Schreiben, schminken, fotografieren! Dann habe ich so viele Menschen kennengelernt und ich bin auch selbstbewusster geworden, habe mich weiterentwickelt.

    Kontra: Ebenfalls der Druck und das Gefühl, ständig online sein zu müssen. Einerseits liebe ich es, andererseits denke ich manchmal, ich verpasse das echte Leben. Aber wenn ich es nicht mache, geht mir vielleicht die eine odere andere Kooperation durch die Lappen… so mein Gedanke. Bescheuert eigentlich! Das mit der fehlenden Zeit ist bei mir ebenfalls so. Wenn ich könnte, würde ich viel häufiger schreiben.

    • Reply
      Sala
      12. Januar 2017 at 19:34

      Wir abonnieren einfach jeden Tag noch ein paar Stunden mehr *lol, damit wir auch alles schaffen. Schade, dass das nicht geht. Du bist ja auch zusätzlich noch Mutter!

  • Reply
    shalely Hamburg
    12. Januar 2017 at 2:43

    Ich kann deine Punkte sehr gut nachvollziehen. Mich haben auch viele Treffen weiter gebracht, offener auf Leute zuzugehen. Es fällt mir zwar immer noch schwer, aber immerhin habe ich festgestellt, dass sich die Aufregung lohnt und man tolle Leute kennen lernt.
    Und der Druck und das Bloggergehabe, das kennt wohl leider jeder. Den Druck versuche ich weitestgehend nicht an mich ran zu lassen, aber manchmal kommt es doch noch hoch.

    • Reply
      Sala
      12. Januar 2017 at 19:33

      Bei den Events merkt man, dass andere Blogger halt auch ganz normale Menschen sind und auch so aussehen und dann fühlt man sich nicht mehr so klein. Und auch das sich im Internet präsentieren übt die soziale Kompetenz, man bekommt ja Feedback oder auch nicht und mit beidem muss man umgehen lernen.
      Vielleicht lernen wir uns ja auch mal kennen 🙂

  • Reply
    FiosWelt
    12. Januar 2017 at 10:49

    Ich kann auch vieles davon unterschreiben. Ich kenne so viel mehr Produkte, früher wusste ich nicht mal was eine Base ist ^^ gute Entwicklung Sorgte aber auch dafür, dass ich mich teilweise vor anderen rechtfertigen musste, dadurch bin ich aber auch selbstbewusster geworden und trage nun auch mal Farbe ^^

    Das einige Blogger sich so blöd verhalten finde ich schade und man bekommt es immer nur hinterrücks mit. Aber ich glaube manche haben sonst nichts um sich zu identifizieren.

    Liebe Grüße,
    Fio

    • Reply
      Sala
      12. Januar 2017 at 19:30

      Das mit dem Rechtfertigen kenne ich, aber viele sind auch neugierig und dann fühlt man sich nicht so schlecht, dass man eben mehr als einen Lippenstift besitzt.

  • Reply
    Talasia
    12. Januar 2017 at 11:23

    Oh ich kann mich da eigentlich auch in allen Punkten anschließen ^^ gerade auch das mit dem Handy beim Film gucken ist oft doof, dann kriegt man es gar nicht richtig mit, mache ich aber trotzdem immer wieder. Mit dem Druck hat sich das bei mir aber schon ordentlich gebessert und ich mache meist einfach das was mir wirklich Spaß macht und das sind eben Looks. Großartig Reviews tippen ist gar nicht so meins.
    Und pro sehe ich auch auf jeden Fall die Weiterentwicklung. Wenn ich mir Fotos von vor dem Blog anschaue, wie ich da rumgelaufen bin ….da bin ich so glücklich, dass ich mir das Schminken durch den Blog angeeignet habe. Und auch das Selbstvertrauen zu tragen worauf ich Lust habe. Egal obs diesem oder jenem gefällt – Hauptsache ich habe Spaß daran!

    • Reply
      Talasia
      12. Januar 2017 at 13:48

      oh und von dem vielen scollen am Handy (um eben bei Insta etc. up to date zu sein) wird auch gerade meine Sehnenscheidenentzündung wieder wach…das kommt immer mal wieder durch die doofe Haltung

      • Reply
        Sala
        12. Januar 2017 at 19:28

        Oje…gute Besserung!! Wenn man halt auch noch Vollzeit arbeitet und das auch am PC, da kommt schon einiges an einseitiger Bewegung zustande :/

  • Reply
    Mum
    12. Januar 2017 at 17:47

    Ich kann das auch alles voll unterschreiben. Nur erlebe ich deinen Druck manchmal noch etwas döller…alles ist ok-du hast einen tollen, neuen Job mit vielen neuen Herausforderungen und ich wünsche dir einen erholsamen Feierabend und du so: Ich muß noch b l o g g e n. Ich wünsche dir eine tolles Wochenende, da du es dir ja sowas von verdient hast, und du so: Ich muß aber noch vorbloggen.
    Bei allem dem Positiven, was es für dich bringt, wünsche ich dir ganz doll eine Gelassenheit ohne ein ständiges Sichschlechtfühlen.
    Ich liebe alles, was du machst und bin so mega, mega stolz auf dich. Vielleicht heißt es irgendwann mal-hab heut noch nicht gebloggt – ABER DAS IST AUCH OK!!!
    Ich umarme dich du tolle, tolle Tochterfreundin, Tochterfreundin? Ja, das geht und es fühlt sich warm und gut an. Mämi

    • Reply
      sala83
      12. Januar 2017 at 19:38

      Ich sage jetzt immer – ich will noch bloggen *hihi. Nee, du hast ja Recht!!!

  • Reply
    Marie
    14. Januar 2017 at 22:51

    Sind wahre Aussagen!
    Ich merke auch, dass man die Langeweile gar nicht mehr aushalten kann!
    Entweder ich lasse Musik nebenbei laufen, oder meine Serien, aber es läuft ständig etwas nebenbei. Ständig muss man irgendwas online machen…

    Das ist auch so ein Vorsatz für mich für 2017! Was bringen mir schließlich die Serien, außer, dass sie mir 45 min. klauen?

    • Reply
      sala83
      15. Januar 2017 at 18:29

      ja, Zeitschlucker gibt es heutzutage viel Oo

  • Reply
    Melli
    15. Januar 2017 at 20:54

    Ich kann dir eigentlich auch in allen Punkten zustimmen, auch wenn das Bloggen schon länger kein reines Hobby mehr ist. Es macht wahnsinnig viel Spaß, man lernt so viele tolle Menschen kennen, aber es gibt auch die Momente, in denen man frustriert ist oder einem der Druck ständig „online sein zu müssen“ wahnsinnig nervt. Aber so ist das vermutlich bei jedem Hobby (ich habe auch oft keine Lust den Stall zu machen) und genauso bei jedem Job. Solange die positiven Dinge die negativen überwiegen, ist alles wunderbar.
    Viele liebe Grüße an dich und bis ganz bald <3

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