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Job gekündigt wegen Bossing

Blick aufs Meer

Einige von euch haben es ja via Instagram und Snapchat mitbekommen – ich habe im Dezember letzten Jahres meinen Job gekündigt, ohne dass ich etwas Neues hatte. Viele werden jetzt die Hände über den Kopf zusammen schlagen, aber für mich war es die richtige Entscheidung. Es war ein sehr undankbarer Job, den ich eigentlich nur übergangsweise machen wollte, weil zum damaligen Zeitpunkt der Arbeitsmarkt in Berlin auch für Akademiker nicht gerade rosig war. Dennoch habe ich den Job sehr gut gemacht, bin zu unchristlichen Zeiten zur Schicht gegangen und habe mich mit den Kollegen angefreundet. Ich war mir nicht zu schade, täglich für den Mindestlohn fast 10h zu arbeiten. Doch dann haben wir einen neuen Chef bekommen und das Elend nahm seinen Lauf. Ich wurde zum Bossingopfer. Erst habe ich es gar nicht betiteln können, sondern dachte nur, der Chef mag mich halt nicht. Bei mir ist es schon immer so, dass meine Psyche ziemlich viel erträgt und verdrängt, zum Glück aber mein Körper dann einspringt und Alarm schlägt. Ich hatte Albträume, ständige Bauchschmerzen, Beklemmungsgefühle und ich sah auch immer schlechter aus. Freunde fragten schon, ob ich krank sei. Wie ihr wisst, leide ich an Depressionen und dieser Mann war dabei, mir mein hart erkämpftes Selbstwertgefühl wieder zu Nichte zu machen.

Wie sah das Mobbing aus?

Von Anfang an hat er nicht mit mir geredet außer „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“. Alle beruflichen Belange musste ich durch meine Kollegen in Erfahrung bringen. Er hat auf Emails von mir nicht geantwortet. Als ich ihn darauf ansprach, meinte er, er müsse mir nicht antworten. Bei meiner Urlaubsplanung hat er sich geweigert, den Antrag zu unterschreiben. Er hat sich über mich bei meinen Kollegen und in der ganzen Firma ausgelassen. Zu klärenden Gesprächen war er nie bereit. Am Telefon dann als ich insistierte, dass ich doch bitte meinen Urlaub genehmigt haben möchte, ist er ausgeflippt und hat mich als dumme Göre bezeichnet. Ich bin dann heulend zusammen gebrochen.

Einfach kündigen?

Ich habe lange mit mir gerungen, denn ich hatte ja keinen anderen Job in Aussicht. Das Problem ist, dass es Einem dabei ziemlich schlecht geht und man nicht so einfach nebenher, Bewerbungen schreiben kann. Ich jedenfalls konnte es nicht. Natürlich hatte ich mich auch an höherer Stelle beschwert – erfolglos. Ich wusste einfach, ich kann nichts machen, dass mir nicht etliche Nerven rauben wird. Er hätte alles abgestritten. Also habe ich gekündigt. Ich bin erhobenen Hauptes gegangen und auch wenn er sich vielleicht gefreut hat, mich endlich los zu sein, so war ich es, die sich gegen das Opferdasein entschieden hat. Natürlich hatte ich Ängste, vor allem finanzielle, da man bei einer Eigenkündigung beim Arbeitsamt eine Sperre erhält. Aber ich habe mir Rückhalt in der Familie geholt, bin zum Arzt gegangen, der mir die Unzumutbarkeit bestätigt hat und habe mich dann befreit.

Manchmal soll es so sein…

In dem ganzen Gefühlschaos habe ich eine Bewerbung geschrieben, um mein Gewissen zu beruhigen und wurde eingeladen. Einen Tag später erhielt ich die Zusage und so hatte ich einen nahtlosen Übergang. Ich habe jetzt einen Job, der meinem Studiengang entspricht, bei dem ich angemessen bezahlt und vor allem respektiert werde. Sicherlich ist das die Ausnahme, aber warum soll man nicht auch hoffen und träumen!

Mein Rat

Was ich aus der ganzen Geschichte gelernt habe, ist, dass es keinen Sinn hat, sich zu quälen, nur weil man Angst hat, keine andere Anstellung zu finden. Man macht sich kaputt. Und es gibt Arbeit. Ich hätte notfalls auch bei McDonalds Burger gewendet. Wichtig ist, dass man sich selbst ernst nimmt. Wenn man sich selbst ignoriert, dann hat der Mobber gewonnen. Falls ihr in einer ähnlichen Situation seid, dann redet als Erstes mit eurer Familie, euren Freunden. Sagt, wie schlecht es euch geht und was mit euch gemacht wird. Geht zum Arzt, denn der kann später ein Formular für das Arbeitsamt ausfüllen, damit ihr die Sperre nicht bekommt. Wenn ihr das nicht wollt, dann guckt, ob ihr die 3 Monate nicht auch so überbrücken könnt. Lasst euch nicht einreden, dass ihr Schuld seid! Es ist auch kein Aufgeben, sondern ein „Ich-lasse-das-nicht-mit-mir machen!“.

Ich verlinke euch noch ein paar Artikel, die mich ermutigt hatten, es zu wagen: Burkhard May auf Huffington Post, Artikel auf Karrierebibel, Silvia Follmann auf Edition F. und Blogpost auf FreeYourWorkLife.

Habt ihr schon mal ähnliches erlebt?

signatur

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40 Comments

  • Reply
    Marcella
    18. März 2017 at 20:08

    Moin aus dem hohen Norden,

    das war wirklich sehr mutig von dir und auf jeden Fall der richtige Weg.. selbst wenn es mit dem neuen Job nicht geklappt hätte!

    Ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen.. auch ich war in der Bossing Situation.. Auch ich habe gekündigt ohne Plan B.. Aber es war das Beste was ich hätte tun können. Es ist wirklich unglaublich wie sehr man anfängt an sich zu zweifeln.. selbst 2 Jahre später erwische ich mich manchmal dabei, den Fehler bei mir zu suchen.. Aber Nein! Es war der Fehler meiner Chefin!

    Schön dass es dir wieder gut geht.. Schade dass unsere Chefs einfach ungestraft davon gekommen sind!

    Liebe Grüße

    • Reply
      paula
      18. März 2017 at 20:42

      fehler bei sich selbst suchen , obwohl man ganz genau weiß, dass es nicht so ist, da von kann ich auch ein lied singen. und die erfahrung, dass die menschen, dann so weitermachen können, kotz mich auch an.

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 19:42

      Liebe Grüße in den hohen Norden! Ja, auch wenn es nicht gleich mit einem neuen Job geklappt hätte, so wäre es dennoch die richtige Entscheidung gewesen. Dein Zweifeln auch im Nachhinein kann ich aber verstehen. Ich finde, dass das gerade das Gemeine daran ist, dass man anfängt, an sich zu zweifeln. Vor allem, wenn man scheinbar willkürlich Opfer wird. ABER wie du schon schreibst, nicht wir waren Schuld, sondern sie! Vielleicht bekommen sie irgendwann ihre gerechte Strafe.

      @paula: Zu erkennen, dass man falsch denkt, ist schon ein erster Schritt 🙂

  • Reply
    TiaMel
    18. März 2017 at 20:12

    Ich hab gerade eine richtige Gänsehaut… Was ist das bloß für ein Unmensch, dein ehemaliger Chef…. schon eigenartig, warum er sich dir gegenüber so verhalten hat, ich bin allerdings der Meinung, dass er schon früher oder später sein Fett weg bekommt :(((( Aber Hut ab, dass du dich gewehrt und gekündigt hast. Und herzlichen Glückwunsch zum neuen Job ♡

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 19:47

      So wirklich weiß ich nicht, warum es gerade mich getroffen hat. Manche Männer mögen keine Frauen, die Dinge hinterfragen. Oder er hat einfach seinen Frust an mir ausgelassen. In jedem Fall aber hatte er dazu kein Recht. Danke Liebes für die Glückwünsche! Ich bin echt froh, so schnell etwas so Gutes gefunden zu haben. Grüßle.

  • Reply
    SaritLovesLife
    18. März 2017 at 20:16

    Ich bin stolz auf dich! Einmal wurde ich von meiner ehemaligen Teamchefin bei einem Feedback-Gespräch übelst beschimpft und bedroht und das nur, weil ich es vorher einmal gewagt hatte, sie zu bitten, leiser Musik zu hören. Zum Glück hatte ich einen Zeugen. Der hat später für mich ausgesagt, obwohl er mit ihr befreundet war. Sie bekam eine Abmahnung und die Auflage, mich in Ruhe zu lassen. Ein paar Monate später wurde sie mit der nächsten Kündigungswelle entlassen.

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 19:49

      Danke Sarit! Da hattest du Glück. Leider sind nicht immer die Kollegen so stark, gegen den Chef auszusagen. Ich will da auch niemanden verurteilen, aber die Angst hemmt da leider mögliche Gerechtigkeit.

  • Reply
    Mum
    18. März 2017 at 20:23

    Noch heute bin ich so dankbar, dass du dich mir mittgeteilt hattest. Ich hatte so Angst um dich. Der Artikel ist wunderbar auf den Punkt und ich hoffe, dass es ganz viele lesen. Auch wenn du es zum xten Mal hörst: Ich bin sehr stolz auf dich und wie du deinen Weg gehst und den Umwegsamkeiten trotzt. Ich liebe dich so sehr und wünsche, dir weiter viel Freude in deinem neuen Job, wo man ja jetzt schon des Lobes voll von deiner Arbeit ist.
    Ungerecht fertiggemachtwerden egal von wem, DAS HAT NIEMAND VERDIENT und muß sich auch niemand gefallen lassen!

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 19:50

      Das hast du schön gesagt! Zum Glück hast du hinter mir gestanden und nicht Dinge gesagt, wie „Da muss man durch“ oder „Du brauchst den Job“. Danke für deine Unterstützung in der schweren Zeit :*

  • Reply
    paula
    18. März 2017 at 20:49

    ganz toller artikel, der so mut macht. ich wünsche dir auch ganz viel freude in deinem neuen job und vielleicht ging es auch so gut weiter, weil du wie du auch schreibst, dich aus der opferrolle befreit hast.

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 19:51

      Das kann natürlich sein. Es hat mich jedenfalls stärker und selbstbewusster gemacht und vielleicht war gerade das ausschlaggebend bei dem Vorstellungsgespräch 🙂 Liebe Grüße

  • Reply
    Caren von Testundliebe
    18. März 2017 at 21:03

    Alles richtig gemacht. Ich kenne ähnliche Situationen, und ich kann dir nur zustimmen, dass es immer einen anderen Weg gibt, den man einschlagen kann! Leider hat keiner die Eier in der Hose, die „Täter“ mal ranzukrigen. Lass es dir gutgehen und feier dich mal selbst! Caren

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 19:54

      Leider ist es oft schwierig mit dem Rankriegen, weil man muss wirklich alles haarklein nachweisen und möglichst Aussagen von Kollgen haben. Mir ging es aber einfach nur so schlecht, dass ich dazu gar nicht die Kraft hatte. Danke dir! Mich selbst feiern? Wui, ob ich das schon schaffe, mal sehen 🙂

  • Reply
    Alex
    18. März 2017 at 21:21

    Eine richtige und mutige Entscheidung!

    LG Alex

  • Reply
    Sofia
    18. März 2017 at 22:31

    Es freut mich sehr für dich, dass du nun endlich eine Stelle hast, mit der du glücklich bist! :-))
    Ein toller Job macht SO viel aus! Darum bin ich auch sehr froh im richtigen Unternehmen meine Ausbildung gemacht zu haben und übernommen worden zu sein. Vielen wissen sowas gar nicht zu schätzen und meckern über jede Kleinigkeit. Bis man dann sieht, wie es in anderen Unternehmen läuft – mit den Chefs und vor allem auch den Kollegen. Ganz liebe Grüße Sofia

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 19:58

      Ja, da hast du Recht Es war auch nicht die Arbeit an sich oder sonstige Ärgernisse, die jeder mal auf der Arbeit erlebt. Solange das kollegiale Klima stimmt, man für seine Arbeit wertgeschätzt wird und man sich einbringen kann/respektiert wird, erbringt man einerseits viel mehr Leistung und anderserseits geht man auch gern hin. Freut mich, dass du auch so einen Job hast!

  • Reply
    Sofia
    18. März 2017 at 22:32

    PS.: Das Karma wird deinen Ex-Chef schon erwischen.. früher oder später.

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 19:58

      das hoffe ich auch insgeheim^^

  • Reply
    Marina
    19. März 2017 at 0:32

    Wow! Mutig und bewundernswert! Ich weiß nicht, was mit dem Mann nicht stimmt, aber niemand hat diese respektlose Behandlung verdient und ich find es toll, dass du den Mut und die Selbstachtung hattest, einen Schlussstrich zu ziehen. Und wie du siehst, hat das Schicksal dich ja belohnt 🙂 Ich freu mich für dich!
    Im Übrigen finde ich den Tenor deines Posts superpositiv und hilfreich. Bei anderen Bloggern liest man ja schon mal: „Wenn du unzufrieden bist, dann wechsel den Job oder hör auf zu jammern“, dass bei so einer Entscheidung aber viele Kriterien mitreinspielen und es manchmal keine leichte ist, vergessen Viele.

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 20:02

      Dankeschön! Leider ist so eine Entscheidung gar nicht einfach, aber manchmal wird Mut belohnt. Generell sollte man stets auf seine Bedürfnisse hören und sich nicht selbst aufgeben. Man kann aber auch ruhig erstmal jammern. Jeder ist da anders und irgendwann ist dann vielleicht der Punkt gekommen, wo man sich entscheidet.

  • Reply
    FiosWelt
    19. März 2017 at 8:25

    Ich bin gerade echt schockiert. Wie kann so jemand als Chef eingestellt werden? Ich kann eine entscheidung absolut gut verstehen und ich hasse es, wenn leute damit durchkommen. Am besten sollte man ihn verklagen. Ich freue mich sehr für dich, dass du einen neuen Job gefunden hast und finde, dass du da sehr glücklich wirst. Schön das du so ein Thema angesprochen hast.

    Liebe Grüße,
    Fio

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 20:03

      In einigen Firmen werden die Posten leider nicht nach Kompetenz vergeben. Vielleicht bekommt er irgendwann sein Fett weg.

  • Reply
    Julie
    19. März 2017 at 10:40

    Hut ab für deine Entscheidung und danke für den tollen Artikel! Ich finde, du hast alles richtig gemacht. Man sollte sich nicht alles gefallen lassen und was dein Chef mit dir gemacht hat, war echt nicht akzeptabel. Ich hoffe, du findest einen neuen Job, der dir besser gefällt und wo man dich mit dem Respekt behandelt, den jeder Mensch verdient.
    LG Julie

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 20:05

      Danke! Den Job habe ich zum Glück schon gefunden. Hierarchie ist ja grundsätzlich nichts Falsches, aber wie du schon sagst, sollte es in jede Richtung mit Respekt zu sich gehen.

  • Reply
    Moppis Blog - Aus Freude.
    19. März 2017 at 11:13

    Das ist ja einfach nur schrecklich. Große Hochachtung vor Dir, dass Du den Schritt gewagt hast, zu kündigen in der heutigen Zeit und dass Du vorher auch alles versucht hast, gegen Deinen Chef anzukommen.

    Selber habe ich Mobbing in einem Verein erfahren, dass war auch furchtbar, aber Bossing ist noch schlimmer, da es ja auch um die Existenz geht.

    Liebe Grüße,
    Moppi

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 20:07

      Mobbing generell ist schlimm, weil es einfach aus dem Nichts kommt und man schnell in die Schiene rutscht, vielleicht haben die ja Recht. Haben sie natürlich nicht!
      Liebe Grüße zurück 🙂

  • Reply
    Tani
    19. März 2017 at 12:43

    Sehr krass! Aber ja, manchmal hilft alles nix und eine Kündigung ist die beste Lösung. Kenne ich zu gut… 2014 ging bei mir beruflich alles drunter und drüber… Aber manchmal muss man halt ein paar Mal hinfallen, um das richtige für sich zu finden. 😊 Und wer weiß, wozu all das gut war!?! 😊

    VG,
    Tani

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 20:09

      Das stimmt; im Nachhinein denke ich, es ist alles gut geworden. Aber wenn man vor der Entscheidung steht, hat man einfach nur Angst. Ich musste erst lernen, dass Hinfallen nicht Versagen bedeutet, sondern dass es oft äußere Umstände sind, für die man nichts kann.

  • Reply
    Anna
    19. März 2017 at 13:51

    WOW du bist wirklich eine tolle, starke Frau! Ich habe Ähnliches erlebt, ich würde dann aber gekündigt, im Nachhinein wünschte ich, ich hätte deinen Mut gehabt. Danke für deine offene und ehrliche Geschichte, die inspiriert sicher sehr viele💖 LG

    • Reply
      sala83
      19. März 2017 at 20:15

      Danke für das schöne Kompliment (auch wenn ich mich schwer tue, es anzunehmen *argh)! Er konnte mich nicht kündigen, weil ich einen Festvertrag hatte, sonst wäre ich bestimmt auch sehr schnell weg gewesen. Es ist aber nicht schlimm, dass du nicht den Mut hattest. Ich kann das gut verstehen! Es ist wirklich schwierig und ich weiß nicht, ob ich vor ein paar Jahren so gehandelt hätte. Liebe Grüße <3

  • Reply
    BeAngel
    19. März 2017 at 23:29

    Da hast Du auf jeden Fall richtig entschieden. Es gab mal ein Theaterstück in dem es hieß „Mach kaputt was Dich kaputt macht!“ … und Du hast vollkommen Recht. Man muss sich nicht alles gefallen lassen.

    ich selbst war noch nie in einer solchen Situation – bin aber auch sehr hart im nehmen. Früher habe ich das auch alles an mich rangelassen wenn wir mal viel Stress auf der Arbeit hatten. Bis dann mein Hausarzt ma ganz flach zu mir meinte: „Wenn Sie von der Arbeit weggehen dann machen Sie die Tür hinter sich zu und lassen alles was stresst und nervt dort.“ Klang erstmal doof aber es funktioniert bei mir. Seit diesem Tag kann mir eigentlich nix mehr was ^^ Ein Rat den ich bis heute beherzige 🙂 und der mir vieles leichter gemacht hat.

    Alles Gute in Deinem neuen Job 🙂

    • Reply
      sala83
      21. März 2017 at 20:34

      Ja, so einen Aus-Schalter hätte ich gern, aber manchmal schaffe ich es leider nicht, mich gedanklich zu distanzieren. Aber ich versuche es!
      Danke :*

  • Reply
    AnnaR
    21. März 2017 at 21:23

    Wow – Respekt! Ich freue mich für dich, dass du das so gut überstanden hast. Und der Kommentar von deiner Mutter ist super, Familie ist echt das wichtigste in solchen Situationen!
    Alles Gute dir! 🙂

    • Reply
      sala83
      25. März 2017 at 19:19

      Danke!! Ja, Rückhalt ist so wichtig, weil man sich sonst sehr allein vor kommt. Und auch wenn ich es oft versuche, man sollte nicht alles allein bewältigen. Hilfe und wenn es nur aufmunternde Worte sind oder eine liebevolle Umarmung sind soo wichtig.
      Alles Liebe für dich!

  • Reply
    shalelyhamburg
    23. März 2017 at 3:30

    Ich frage mich immer, was Erwachsene Menschen dazu bringt, sich so zu benehmen. Mich macht das extrem wütend.
    Gleich nach der Schule habe ich angefangen, Bürokauffrau zu lernen. Die Arbeit ansich war schon das richtige, aber die Leute in der Firma…. Unglaublich. Ich bin nicht direkt persönlich gemobbt worden, aber die Azubis sind generell schlecht behandelt worden. Extrem lange Arbeitszeiten, wenn man etwas falsch gemacht hat, ist man angemotzt worden, eine richtige Ausbildung hat nicht stattgefunden, dem Chef durfte man die Unterschriftenmappe nur vor die Tür legen, weil er die Azubis nicht sehen wollte usw. usw.
    8 Monate habe ich das durchgehalten, hatte am Samstagabend schon Bauchweh wenn ich daran dachte am Montag wieder hin zu müssen. Dann habe ich gekündigt. Ich musste mir noch einige unschöne Dinge anhören, ich wäre ja nicht geeignet und so.
    Meine Eltern haben voll zu mir gehalten und mich in allem unterstützt, zum Glück. Erstmal bin ich dann weiter zur Schulde und habe dann eine Ausbildung beim Amtsgericht gemacht. Inzwischen glaube ich, es war die beste Entscheidung die ich bisher getroffen habe.
    Bei dir hört es sich ja auch so an, wenn als jetzt alles gut wird. Man darf sowas nicht einfach hinnehmen.
    Ganz liebe Grüße

    • Reply
      sala83
      25. März 2017 at 19:16

      Wahrscheinlich haben sie große Probleme, die sie verdrängen und ihren Frust dann an anderen auslassen 🙁 Wir sollten öfter auf unseren Bauch hören – meistens hat er Recht. Schön, dass du deinen Weg gefunden hast und deine Familie auch hinter dir stand!
      LG

  • Reply
    Annette
    27. März 2017 at 19:32

    Über Deinen (ganz anderen Post) zum Thema Instagram bin ich auf diesen Artikel von Dir gestoßen. Um Gottes Willen, das ist ja furchtbar! Ich bin wesentlich älter als Du und es scheint, ich habe eine ganz andere Zeit in meinem bisher 35jährigen Berufsleben erfahren dürfen… auch jetzt bin ich seit vielen Jahren in einem internationalen Unternehmen, in dem ein repektvoller Umgang an oberster Stelle steht.
    Wenn Du schreibst „Sicherlich ist das die Ausnahme“ so darf das einfach nicht wahr sein… ich hoffe, meine erwachsenen Kinder müssen sowas nicht erleben!
    Du hast auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen und ich wünsche Dir für Deinen neuen Job alles Gute!!

    LG,
    Annette

  • Reply
    Sabine
    30. August 2017 at 15:47

    ich bin gerade zufällig auf diesen Artikel gestoßen und stimme dir tausendprozentig zu! Mir ist quasi das gleiche passiert – bei mir war es zwar nicht der Chef, der mich fertig gemacht hat, sondern ein Projekt, dass mich einfach wahnsinnig unter Leistungsdruck gesetzt hat, aber der Rest ist genau so gelaufen. Die Firma hat sich geweigert mir zu kündigen, ich war wie gelähmt und druch den ganzen Druck nicht in der Lage mir was Neues zu suchen und habe am Ende selbst gekündigt. Sperre in Kauf genommen, 2 Monate unbezahlt arbeitslos gewesen und anschließend bei einem ganz tollen Arbeitgeber angefangen.
    So schlecht es mir damals ging, und so unsicher ich mit diesem Schritt war – rückblickend war es das beste, das ich hätte tun können. Ich habe damals echt mit mir und meinem Selbstbewusstsein gehadert, aber heute weiß ich, dass es von Stärke und nicht von Feigheit zeugt einfach aus solchen Spiralen auszubrechen!

    ich wünsche dir alles Liebe und beglückwünsche dich zu diesem Schritt!

    • Reply
      sala83
      1. September 2017 at 19:23

      Das hast du gut gemacht und ja, du hast Recht, es zeugt von viel Stärke, auch wenn es sich im ersten Moment wie eine feige Flucht anfühlt. Aber sich zu quälen,nur um auszuhalten, ist viel schwächer. Dir auch alles Liebe und vielen Dank für deinen Beitrag :*

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